Wernecker Hüft-Tage: OP-Roboter live erleben
23. September 2026Nach den Wernecker Knie-Tagen setzt das Orthopädische Krankenhaus Schloss Werneck seine Patienteninformationstage fort: Bei den Wernecker Hüft-Tagen erfahren Patientinnen, Patienten und Angehörige aus erster Hand, welche Möglichkeiten es heute zur Behandlung einer Hüftarthrose gibt – von konservativen Therapien bis zum künstlichen Hüftgelenk. Ein Höhepunkt ist die Live-OP-Simulation am Kunststoffknochen. Dabei zeigt das OP-Team auch, wann der Operationsroboter an der Hüfte sinnvoll eingesetzt wird. Eine Anmeldung ist erforderlich.
Was Sie erwartet
Sie leiden an Arthrose in der Hüfte? Sie haben von mehreren Ärzten unterschiedliche Meinungen gehört? Muss überhaupt operiert werden? Wann ist der richtige Zeitpunkt für ein künstliches Hüftgelenk? Und welche Rolle spielt dabei der OP-Roboter?
Genau diese Fragen stehen im Mittelpunkt der Wernecker Hüft-Tage. In verständlichen Vorträgen informiert das Team um den Ärztlichen Direktor Prof. Dr. med. Christian Hendrich über die verschiedenen Möglichkeiten der modernen Arthrosebehandlung.
Denn eine Hüftarthrose bedeutet nicht automatisch, dass ein künstliches Gelenk notwendig ist. In vielen Fällen können zunächst konservative Behandlungen helfen, Schmerzen zu lindern und die Beweglichkeit zu verbessern. Dazu zählen beispielsweise Physiotherapie, Gewichtsreduktion, Veränderungen des Lebensstils oder Medikamente. Erst bei fortgeschrittener Arthrose und entsprechenden Beschwerden kann eine Operation in Betracht gezogen werden.
Vor einer Entscheidung für oder gegen eine Operation steht deshalb in Werneck grundsätzlich die individuelle Beratung. Ziel ist es, über die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten aufzuklären und gemeinsam eine passende Behandlungsstrategie zu entwickeln. Sofern andere Therapieoptionen bestehen, steht die Operation an letzter Stelle.
Anschließend wird es praktisch: Bei einer Live-OP-Simulation am Kunststoffknochen erleben die Besucherinnen und Besucher, wie eine Hüftprothese eingesetzt wird und welche Rolle moderne Technik dabei spielen kann. Im Anschluss stehen die Operateure für persönliche Fragen zur Verfügung. Moderiert wird die Veranstaltung von Andy Puhl von Radio Gong.
Wann kommt der OP-Roboter bei der Hüfte zum Einsatz?
Das Orthopädische Krankenhaus Schloss Werneck gehört zu den Pionieren der roboterassistierten Gelenkchirurgie in Deutschland. Bei der MAKOplasty wird vor der Operation anhand einer CT-Aufnahme ein digitales 3D-Modell des Hüftgelenks erstellt. Damit kann der Operateur den Eingriff auf die individuelle Anatomie des Patienten abstimmen und Größe, Position und Ausrichtung der Prothese detailliert planen. Während des Eingriffs unterstützt das System den Operateur mit 3D-Kamera, Bildschirmdarstellung und einem vom Chirurgen geführten Roboterarm.
Doch gerade bei der Hüfte gilt: Nicht jeder Patient benötigt den Roboter. Bei unkomplizierten Ausgangssituationen bleibt die bewährte konventionelle Operation in Werneck das Standardverfahren. Hier kann die Hüfte ohne Roboterassistenz ähnlich optimal operiert werden – bei etwas kürzerer Operationsdauer. Die MAKOplasty kommt deshalb vor allem bei besonderen und anspruchsvollen Ausgangssituationen zum Einsatz.
Genau diese Frage – wann moderne Robotertechnik einen zusätzlichen Nutzen bietet und wann nicht – möchten die Wernecker Operateure bei den Hüft-Tagen anschaulich beantworten.
Hüftarthrose: Wann sollte man über eine Operation nachdenken?
Hüftarthrose entsteht durch den fortschreitenden Abbau des Knorpels im Gelenk. Typische Beschwerden sind Schmerzen, Steifheit und Bewegungseinschränkungen. Häufig werden Hüftschmerzen dabei nicht direkt seitlich an der Hüfte wahrgenommen, sondern strahlen in die Leiste, die Vorderseite des Oberschenkels oder sogar bis zum Knie aus.
Die Entscheidung für ein künstliches Hüftgelenk hängt deshalb nicht allein vom Röntgenbild ab. Entscheidend ist auch, wie stark Schmerzen und Einschränkungen den persönlichen Alltag beeinträchtigen. Prof. Hendrich bringt die Frage in der Patienteninformation sinngemäß auf einen einfachen Punkt: Können Sie Ihr Leben noch so führen, wie Sie es möchten, können konservative Behandlungen ausreichend sein. Weicht der Alltag dagegen erheblich davon ab, kann es sinnvoll sein, eine Operation in Betracht zu ziehen.
Bei den Wernecker Hüft-Tagen können Sie sich über beide Wege informieren und Ihre Fragen direkt an die Operateure richten.
Termine, Ort und Anmeldung
Wann: Freitag, 16. Oktober 2026, ab 14 Uhr, Samstag, 17. Oktober 2026, ab 10 Uhr
Beide Termine bieten das gleiche Programm – Sie wählen einfach den Tag, der Ihnen besser passt.
Wo: Guddensaal im Schloss Werneck, Balthasar-Neumann-Platz 1, 97440 Werneck
Anmeldung
Eine Anmeldung ist erforderlich. Bitte melden Sie sich rechtzeitig an:
Telefon: 09722 / 21 – 7600
E-Mail: ortho-infotag@kh-schloss-werneck.de
Bitte geben Sie bei der Anmeldung an, an welchem Tag Sie teilnehmen möchten und wie viele Personen Sie begleiten.

